Motivwahl#
Der erste Splat sollte so simpel wie möglich ausfallen: am besten ein Alltagsgegenstand, den man sehr gerne hat. Einen ganzen Raum oder ein ganzes Gebäude zu scannen ist für den Anfang etwas zu aufwendig. Es sei denn, man hat bereits Videomaterial z. B. alte Drohnenaufnahmen herumliegen. Ich wählte meine Teekanne, die meine Freundin und ich im Urlaub kauften.
Außerdem hatte ich noch altes Drohnenmaterial von einer Umrundung der Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtland gefunden. Solche Aufnahmen eignen sich auch sehr gut zum Experimentieren.
Ort#
Das Motiv muss gut beleuchtet sein. Außerdem muss man gut Platz zum Umlaufen des Objekts haben, um ungestört Videoaufnahmen aus allen Winkeln machen zu können.
Kameraeinstellungen#
Die Belichtungszeit ist so kurz wie möglich einzustellen, um Bewegungsunschärfe zu reduzieren. Für den Anfang sollte die eine 1/1000s oder weniger betragen. Die Blende, sofern man eine hat, ist möglichst weit zu schließen. Doch Achtung: die meisten Objektive werden ab einem gewissen Punkt durch den optischen Effekt der Diffraktion weniger scharf. Für mein Objektiv tritt dies ungefähr bei Blende f/10 ein.
Im Trainingsprozess werden ohnehin nicht alle Bilder verwendet, weshalb die Bildrate gering gehalten werden kann. Daher ist die Videoauflösung ist so hoch und die Bildrate so niedrig wie möglich einzustellen. In meinem Fall also 4k bei 24fps.
Prozess#
Ist das Motiv platziert und die Kamera eingestellt, kann die Aufnahme beginnen. Je nach Motiv kann im Hoch- oder Querformat gefilmt werden - hauptsache man hat immer das gesamte Objekt im Bild.
Nun umläuft man das Objekt um 360° so sanft wie möglich. Ist man mit der ersten Runde durch, wiederholt man den Prozess von verschiedenen Höhen, ohne die Aufnahme zu unterbrechen, um möglichst viele Winkel einzufangen.
Wenn man ein paar Runden in unterschiedlichen Höhen durchlaufen ist, sind die Aufnahmen auch schon fertig.

